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Klassische Musik und Oper von Classissima

Richard Strauss

Mittwoch 20. September 2017


nmz - neue musikzeitung

17. September

Macbeth als gehobene Orchestrationslehre

nmz - neue musikzeitung Startschuss der Kritischen Ausgabe der Werke von Richard Strauss So manches Großprojekt wurde schon euphorisch in Angriff genommen, um irgendwo quasi auf halber Strecke krachend zu scheitern. Also hält man sich in Deutschland lieber korrekt und bescheiden, wenn die gesicherte Projektlaufzeit keine Gesamtausgabe zulässt, und so haben wir es hier mit der ‚Kritischen Ausgabe’ der zentralen Werkblöcke von Richard Strauss zu tun: Sämtliche Bühnenwerke und genuinen Orchesterwerke, das gesamte Sololied- und Kammermusikschaffen wird im Lauf der nächsten Jahrzehnte unter Aufsicht der musikwissenschaftlichen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität zu München vom Wiener Verlag Dr. Richard Strauss in Verbindung mit den Hauptverlegern Boosey & Hawkes, Edition Peters und Schott Music, die nur noch bis Ende 2019 die Exklusivrechte an den Originalwerken halten, erstmals quellenkritisch neu herausgegeben. Weiterlesen

Crescendo

9. September

Mit Hingabe: Das Duo Gromes-Riem

Sie wuchs als Baby quasi unter dem Flügel ihrer beiden Musikereltern auf. Heute bildet die junge Cellistin Raphaela Gromes zusammen mit Pianist Julian Riem ein flammendes Duo, das unter anderem für die italienische Spätromantik brennt. crescendo: Frau Gromes, wie fing alles an mit Ihnen und der Musik? Raphaela Gromes: Unter dem Flügel! Ich komme ja aus einer Cellistenfamilie, aber meine Mutter spielt auch Klavier. Es gab bei uns ein „Flügelzimmer“, in dem meine Eltern unterrichtet und auch geprobt haben. Von 8 Uhr morgens bis 10 Uhr abends waren sie in diesem Raum. Als Baby wurde ich in einem wunderschönen Körbchen unter den Flügel gelegt und habe dort geschlafen oder die Musik genossen. Heute bin ich sehr lärmempfindlich und kann nicht schlafen, wenn es laut ist, aber damals war ich angeblich am ruhigsten, wenn meine Eltern geprobt haben. Außerdem bin ich immer auf die Konzertreisen meiner Eltern mitgefahren. Ich bin Einzelkind, da ging das. So war ich von klein auf viel unterwegs, auch auf Urlaubsreisen, denn meine Eltern sind große Kulturfans: Italien, Griechenland, Frankreich … War es klar, dass Sie das Cello-Erbe der Familie antreten würden? Im Gegenteil! Meine Eltern sagten: „Du kannst auf keinen Fall Cello lernen! Das wäre total langweilig! Dann haben wir drei Cellisten in der Familie.“ Da meine Mutter eben auch Klavier spielte, wollten sie, dass ich Geige lerne, dann hätten wir ein Klaviertrio. Aber als Kind will man auch immer das, was man kennt. Ich kannte all diese Cellostücke, konnte sie mitsingen. Ich hatte meine Eltern immer auf der Bühne gesehen und wollte genau diese Stücke, von denen ich Ohrwürmer hatte, später selber auf der Bühne spielen. Man will spielen, was man liebt! Schließlich konnte ich meine Eltern überreden, doch Cello zu lernen. Und der Schlüsselmoment, an dem Sie wussten, Sie werden wirklich Musikerin? Mit zwölf Jahren habe ich das Rondo von Dvořák mit Orchester gespielt und mit 14 Jahren das Cellokonzert von Gulda mit Blasorchester. Das waren beides Schlüsselmomente, bei denen ich große Begeisterung beim Musizieren auf der Bühne empfunden habe und wusste, dass ich das zum Beruf machen will. Mit 15 Jahren bin ich dann Jungstudentin bei Peter Bruns geworden und bin bis zum Abitur zum Cellounterricht nach Leipzig gependelt. Sie sind gebürtige Münchnerin, aber der Name „Gromes“ klingt eher nicht deutsch … Er ist aber auch nicht spanisch oder italienisch, wo man oft meine Heimat vermutet. Der Name kommt aus Böhmen/Mähren. Meine Großeltern sind Sudetendeutsche, also dort aufgewachsen und nach Deutschland vertrieben worden. Angeblich habe ich aber eine Ur-Ur-Großmutter mütterlicherseits, die mit einem Italiener zusammen war. Vielleicht habe ich deshalb immer eine große Sehnsucht nach Italien empfunden … Auf Ihrem neuen Album „Serenata Italiana“ mit Duo-Partner Julian Riem dreht sich denn auch alles um italienische Spätromantiker. Was war die Inspiration dazu? Vor zwei Jahren haben wir bei einem Projekt über italienische Kammermusik mitgewirkt, allerdings keine Cello-Klavier-Duos, sondern größere Besetzungen. Da stand das Quintett von Giuseppe Martucci auf dem Programm. Wir kannten diesen Komponisten nicht, aber er hat uns vom ersten Blattlesen regelrecht angesprungen: Wir hatten noch Monate später Ohrwürmer und waren absolut begeistert von seiner Tonsprache. Wir schauten gleich, was Herr Martucci – südlich der Alpen als der „Brahms Italiens“ gefeiert – sonst noch geschrieben hat und stießen auf seine Cello-Sonate. Um diese Sonate herum haben wir dann ein Konzertprogramm mit Licht auf die italienischen Spätromantiker aufgebaut, das nun auch auf dem Album zu hören ist. Die Spätromantik ist definitiv unsere Herzensepoche. Gibt es sowas wie „das Italienische“ in der Musik? Natürlich hat jeder Komponist seine individuelle Tonsprache, deshalb ist das schwer zu sagen. Aber Leone Sinigaglia zum Beispiel, dessen Romanze und Humoreske wir spielen, hat viel mit piemontesischen Volksliedern gearbeitet, hat einen großen Sammelband herausgegeben. Alle Komponisten werden von ihrer Muttersprache beeinflusst, vorallem wenn sie viel für Gesang – also Opern oder Lied – schreiben. Denn dabei werden ja Worte und Melodie vereint. Die deutsche Sprache ist natürlich ganz anders als die italienische. So hört man auch in der Instrumentalmusik einen anderen Sprachduktus – irgendwie überschwänglicher und durch ihren Vokalreichtum melodiöser. Schon einige Komponisten wie Dominik Giesriegl, Valentin Bachmann oder Mario Bürki haben für Sie geschrieben. Von welchem lebenden oder toten Künstler würden Sie sich ein Werk wünschen? Beethoven! Bei ihm ist ja das große Drama, dass er nie ein Cellokonzert geschrieben hat. Damals gab es den virtuosen Cellisten Bernhard Romberg. Nach einem Konzert kam Beethoven zu ihm und sagte: „Es war so toll! Ich schreibe Ihnen ein Cellokonzert!“ Romberg entgegnete: „Ich spiele nur Romberg!“ Deshalb gibt es angeblich kein Cellokonzert von Beethoven, und ich würde es nicht nur für mich, sondern für die ganze Cellowelt wünschen, dass dieser wohl genialste Komponist das Werk geschrieben hätte. Seit fünf Jahren musizieren Sie nun mit Klavierpartner Julian Riem zusammen, der ebenfalls bei uns ist. Herr Riem, wie kam es zu der Partnerschaft? Julian Riem: Ich war offizieller Begleiter des Richard Strauss Wettbewerbs in München. Die meisten Teilnehmer kommen an, sind ganz auf 180 und erzählen dann, was sie alles wollen: „Hier sollst du so spielen! Hier brauch ich viel Zeit! Hier ist eine schwierige Stelle, nimm da Rücksicht!“ und so fort. Raphaela kam, hat überhaupt nichts gesagt, sondern einfach gespielt, und es hat sofort gepasst. Es war die kürzeste und einfachste Probe von allen. Raphaela gewann den Wettbewerb, und wir spielten das Preisträgerkonzert zusammen, das live mitgeschnitten und als unser erstes Album bei Farao classics veröffentlicht wurde. Dadurch ergaben sich wie von selbst viele weitere Konzerte. Gab es nie Streit? Julian Riem: Künstlerisch nie. Höchstens mal über Organisatorisches, aber auch da kamen wir schnell zu gemeinsamen Lösungen. Raphaela Gromes: Wir haben beide das Interesse, die Aussage des Komponisten zu verstehen und das Werk so zu gestalten, dass diese Aussage vom Publikum verstanden werden kann. Wir sehen uns als Vermittler zwischen Werk und Publikum. Sich der Komponistenintention anzunähern ist ein langer Prozess. Da hat jeder andere Ansätze und Vorschläge, aber letztlich muss man die Antworten im Werk suchen, es entsteht eine Art hermeneutischer Zirkel, ein kreisender Erkenntnisprozess. Und selbst wenn wir uns geeinigt haben, kann im Konzert plötzlich eine neue Stimmung aufkommen und zu neuen Wegen inspirieren. Dabei können wir beide darauf vertrauen, dass der Partner mitgeht. So können magische Momente entstehen, die auch das Publikum spürt und die das Live-Erlebnis so besonders machen. Frau Gromes, die Urlaubszeit ist gerade vorbei. Geht es auch mal ohne Cello? Es ist für mich tatsächlich wichtig, auch mal ein paar Tage ganz abzuschalten. Ich brauche viel Energie und Kreativität, um die unglaublichen Werke einerseits entschlüsseln, andererseits auf der Bühne rüberbringen zu können. Wenn ich gar keine Pause mache, gehen diese Energie und Kreativität verloren. Für mich ist es essenziell, gelegentlich die Seele baumeln zu lassen, „Mensch zu sein“ außerhalb der Musik in dem Sinne, dass ich Natur und Kultur genieße, zum Beispiel beim Schwimmen, Schnorcheln, Lesen und Wandern, und dadurch neue Energie und Inspiration bekomme. Ihr Wunschtraum? Das klingt jetzt vielleicht seltsam: Aber ich wünsche mir, öfter ohne Zweifel glücklich zu sein! Mich frei zu machen vom Perfektionszwang und loslassen zu können. Sowohl im Privaten als auch in der Musik, wo es ja letztlich darum geht, sich dem musikalischen Fluss hinzugeben, das Werk als Ganzes zu begreifen und seine Zusammenhänge zu spüren. Dieses Loslassen klappt nicht immer, aber es ist wundervoll, wenn es auf der Bühne gelingt! Maria Goeth // //true // ]]> // //true // ]]>






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